Der Tasmanische Teufel, ein einzigartiges Raubtier mit furchterregendem Ruf und unverwechselbarem Aussehen, ist eines der faszinierendsten Tiere Australiens. Trotz seiner kleinen Größe beeindruckt er durch seine Kraft, seinen markanten Schrei und weitere Eigenschaften.
Tasmanischer Teufel Steckbrief
- Lateinischer Name: Sarcophilus harrisii
- Größe: 52–80 cm (ohne Schwanz)
- Gewicht: 4-8 kg
- Alter: 5-7 Jahre
- Verbreitung: Tasmanien
- Lebensraum: Wälder, Buschland, Küstenregionen
- Feinde: Keine
- Nahrung: Aas, kleine Säugetiere, Vögel, Insekten, Frösche
- Englisch: tasmanian devil
Hier findest du lustige Fakten: Fun Facts

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Schau mal rein! · Tolle Sachen warten auf dich.Jetzt stöbernWo leben Tasmanische Teufel?
Tasmanische Teufel leben ausschließlich auf der Insel Tasmanien, südlich des australischen Festlands. In dieser vielfältigen Landschaft bewohnen sie vor allem dichte Wälder, Buschland und Küstenregionen, wo sie in der Nähe von Wasserquellen und ausreichender Vegetation Schutz und Nahrung finden.
Sie sind anpassungsfähige Tiere und können sich auch in offeneren Graslandschaften oder landwirtschaftlich genutzten Gebieten aufhalten, solange sie genügend Verstecke und Zugang zu Aas oder Beute haben.
Diese Arten gibt es
Der Tasmanische Teufel ist die einzige heute existierende Art seiner Gattung. Früher gab es jedoch mehrere Arten von Beutelteufeln, die heute ausgestorben sind. Der heute bekannte Tasmanische Teufel ist einzigartig und ausschließlich auf der Insel Tasmanien heimisch.
In der Vergangenheit gab es auch Populationen auf dem australischen Festland, doch diese verschwanden vor Tausenden von Jahren, vermutlich aufgrund von Konkurrenz mit Dingos und Klimaveränderungen.
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Besondere Merkmale des Beutelteufels
Mit seinem muskulösen Körper, dem breiten Kopf und den scharfen Zähnen ist er ein beeindruckender Jäger und Aasfresser. Besonders auffällig sind sein tiefschwarzes Fell und die weißen Flecken auf Brust und Flanken, die jedem Tier eine individuelle Zeichnung verleihen.
Trotz seiner geringen Größe ist der Tasmanische Teufel unglaublich stark und besitzt den kräftigsten Biss aller Säugetiere, gemessen an seiner Körpergröße. Sein durchdringendes, kreischendes Geschrei, das vor allem nachts zu hören ist, hat ihm den Namen Teufel eingebracht.
Was mich am Beutelteufel fasziniert, ist seine unglaubliche Anpassungsfähigkeit und sein einzigartiger Charakter. Seine Fähigkeit, nahezu alles zu fressen und dabei eine wichtige Rolle im Ökosystem als Aasfresser zu spielen, zeigt, wie gut er sich an seine Umgebung angepasst hat. Besonders faszinierend finde ich auch seine kämpferische Natur, die ihm ein Überleben in rauen Lebensbedingungen ermöglicht.
So kommunizieren Tasmanische Teufel
Tasmanische Teufel nutzen eine Mischung aus Lauten, Körpersprache und Duftmarkierungen, um sich mit Artgenossen zu verständigen. Ihr bekanntes, ohrenbetäubendes Schreien dient sowohl zur Abschreckung von Rivalen als auch zur Demonstration von Dominanz, besonders während der Nahrungssuche oder in Konfliktsituationen.
Neben den bedrohlichen Schreien und Knurren drücken sie ihre Stimmungslage auch durch Mimik und Körperhaltungen aus – angelegte Ohren oder aufgestellte Nackenhaare signalisieren oft Aggression oder Unbehagen. Duftmarkierungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, indem sie Reviergrenzen abstecken und Paarungsbereitschaft anzeigen.
Wie pflanzt sich der Tasmanische Teufel fort?
In der Paarungszeit, die im australischen Frühling stattfindet, kämpfen die Männchen um die Gunst der Weibchen, wobei es oft zu lautstarken und heftigen Auseinandersetzungen kommt. Nach der Paarung tragen die Weibchen etwa 21 Tage lang ihre Jungen im Mutterleib, bevor sie eine große Zahl von bis zu 40 winzigen, kaum entwickelten Jungen zur Welt bringen.
Diese neugeborenen Teufel, nicht größer als ein Reiskorn, müssen sich dann einen der vier vorhandenen Zitzen im Beutel der Mutter sichern, was nur den Stärksten gelingt. Die Jungtiere bleiben rund drei Monate im schützenden Beutel, bevor sie allmählich in den Bau wechseln und nach etwa sechs Monaten das erste Mal die Außenwelt erkunden.
Diese einzigartige Fortpflanzungsweise zeigt die Anpassungsfähigkeit und den Überlebenswillen dieser bemerkenswerten Art, die trotz der Bedrohung durch Krankheiten weiterhin um ihren Fortbestand kämpft.
Feinde der Tasmanischen Teufel
Die größten Bedrohungen für den Tasmanischen Teufel stammen nicht von natürlichen Raubtieren, sondern von Krankheiten und menschlichen Einflüssen. Besonders verheerend ist die Devil Facial Tumour Disease, eine ansteckende Krebsart, die fast die Hälfte der Population in Tasmanien ausgelöscht hat. Diese Krankheit schwächt die Tiere stark und führt oft zum Tod.
Darüber hinaus stellen Straßenverkehr und Konkurrenz mit eingeführten Arten wie wilden Hunden und Katzen weitere Gefahren dar. Obwohl erwachsene Tasmanische Teufel keine natürlichen Fressfeinde haben, sind die Jungtiere in den ersten Lebensmonaten besonders gefährdet und können von Raubvögeln oder anderen Wildtieren angegriffen werden.
Was fressen Tasmanische Teufel?
Tasmanische Teufel sind dafür bekannt, extrem vielseitig zu sein, wenn es um ihre Nahrung geht. Ihr Hauptnahrungsquelle ist Aas, wobei sie besonders effizient darin sind, verendete Tiere wie Kängurus, Wombats und Wallabys zu verwerten. Mit ihren kräftigen Kiefern und Zähnen können sie sogar Knochen zerkleinern und nahezu jedes Körperteil eines Tieres verwerten. Neben Aas jagen sie auch aktiv kleine Säugetiere, Vögel, Insekten und Frösche.
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Fun Facts
- Kräftiger Kiefer: Mit einem der stärksten Kiefer im Tierreich können Tasmanische Teufel ihre Beute mit Leichtigkeit zermahlen und auch Knochen knacken. Diese Fähigkeit macht sie zu hervorragenden Aasfressern.
- Schnurrende Teufel: Wenn Tasmanische Teufel sich entspannen oder sich gegenseitig beruhigen, geben sie schnurrende Geräusche von sich, ähnlich wie Katzen.
- Zahnreiche Monster: Jeder Tasmanische Teufel hat etwa 50 Zähne, was ihn zu einem der am besten bestückten Gebiss in der Tierwelt macht – ideal zum Zerkleinern von Beute und Aas!
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Kann man einen Tasmanischen Teufel halten?
Die Haltung eines Tasmanischen Teufels als Haustier ist in den meisten Ländern, einschließlich Australien, illegal und aus guten Gründen nicht empfehlenswert. Diese Tiere sind Wildtiere, die spezielle Lebensräume, Ernährung und soziale Strukturen benötigen, die sich schwer in eine häusliche Umgebung integrieren lassen.
Zudem sind Tasmanische Teufel sehr aktive und kräftige Tiere, die viel Platz zum Herumlaufen und Spielen brauchen, sowie eine ausgewogene Ernährung, die auf ihre natürlichen Jagdgewohnheiten abgestimmt ist. Ihre besondere Rolle im Ökosystem und die Bedrohung durch Krankheiten wie die ansteckende Gesichtstumorkrankheit machen es noch wichtiger, sie in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen.
Sind Tasmanische Teufel gefährdet?
Ja, Tasmanische Teufel sind gefährdet, und ihre Situation ist alarmierend. Sie kämpfen seit den frühen 1990er Jahren gegen eine verheerende Krankheit, die als Devil Facial Tumour Disease bekannt ist. Diese ansteckende Krebserkrankung hat zu einem dramatischen Rückgang der Populationen geführt und viele der Tiere in freier Wildbahn stark dezimiert.
Neben dieser Krankheit sind auch der Verlust ihres Lebensraums und die Fragmentierung ihrer Populationen durch menschliche Aktivitäten erhebliche Bedrohungen. Umso wichtiger sind gezielte Naturschutzmaßnahmen, die darauf abzielen, diese faszinierenden Tiere zu schützen und ihre Bestände zu stabilisieren, damit sie auch in Zukunft Teil des einzigartigen Ökosystems Tasmaniens bleiben können.






