Der Kohlweißling, ein zarter weißer Schmetterling, ist nicht nur in Gärten und Feldern ein häufiger Anblick, sondern auch eine der bekanntesten Schmetterlingsarten in Europa.
Kohlweißling Steckbrief
- Lateinischer Name: Pieris
- Größe: 5-6 cm
- Gewicht: 0,5 g
- Alter: 1 Jahr
- Verbreitung: Europa, Asien, Nordafrika
- Lebensraum: Wiesen, Gärten, Felder
- Feinde: Vögel, Spinnen, Wespen
- Nahrung: Kohl, Raps
- Englisch: cabbage white butterfly
Hier findest du lustige Fakten: Fun Facts

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Schau mal rein! · Tolle Sachen warten auf dich.Jetzt stöbernWo leben Kohlweißlinge?
Kohlweißlinge sind äußerst anpassungsfähige Schmetterlinge, die in einer Vielzahl von Lebensräumen zu finden sind. Sie leben hauptsächlich in offenen, sonnigen Landschaften wie Gärten, Wiesen, Feldern und landwirtschaftlichen Anbauflächen, besonders dort, wo ihre bevorzugten Futterpflanzen – Kohlgewächse und andere Kreuzblütler – wachsen.
Kohlweißlinge sind in ganz Europa, Asien und Nordafrika verbreitet und können sogar in städtischen Umgebungen vorkommen, wenn genügend Nahrungspflanzen vorhanden sind. Sie bevorzugen gemäßigte Klimazonen, aber durch ihre Anpassungsfähigkeit und die weltweite Ausbreitung von Nutzpflanzen wie Kohl haben sie auch in Regionen Fuß gefasst, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren.
Diese Arten gibt es
Es gibt mehrere Arten von Kohlweißlingen, die alle zur Familie der Weißlinge gehören. Die bekanntesten Arten sind der Große Kohlweißling und der Kleine Kohlweißling. Der Große Kohlweißling ist der größere von beiden und zeichnet sich durch kräftige schwarze Flecken auf den Flügeln aus. Der Kleine Kohlweißling ist etwas zierlicher und hat weniger auffällige schwarze Markierungen. Beide Arten sind in Europa weit verbreitet und werden oft in Gärten und auf Feldern gesichtet, wo sie als Raupen Kohl- und andere Kreuzblütler fressen.
Neben diesen gibt es noch den Grünaderweißling, der ebenfalls zu den Kohlweißlingen gezählt wird, sich aber durch seine grünlichen Adern auf den Flügeln auszeichnet.
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Besondere Merkmale des Kohlweißlings
Der Kohlweißling ist für mich ein faszinierender Schmetterling, vor allem wegen seiner schlichten Eleganz. Seine weißen Flügel, die oft mit kleinen schwarzen Flecken verziert sind, haben etwas Anmutiges, das mir besonders gut gefällt. Was ich interessant finde, ist, dass die Flecken auf den Flügeln bei Männchen und Weibchen unterschiedlich ausgeprägt sind – die Weibchen haben zwei, die Männchen nur einen.
Ein weiteres spannendes Merkmal ist die grünliche Färbung der Raupen, die sich perfekt an die Blätter von Kohlpflanzen anpasst und sie vor Fressfeinden schützt.
So kommunizieren Kohlweißlinge
Kohlweißlinge kommunizieren hauptsächlich durch visuelle und chemische Signale. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Wahrnehmung von Farben: Männliche Kohlweißlinge erkennen die Weibchen an ihren markanten schwarzen Flecken auf den weißen Flügeln. Während der Paarungszeit senden die Weibchen zudem spezielle Pheromone aus, die die Männchen über weite Entfernungen anlocken. Diese chemische Kommunikation ist entscheidend für die Fortpflanzung, da sie die Männchen direkt zu paarungsbereiten Weibchen führt.
Darüber hinaus nutzen Kohlweißlinge ihre Antennen, um Duftstoffe in ihrer Umgebung zu erkennen, die ihnen helfen, Nahrungsquellen zu finden oder Rivalen zu vermeiden. Ihre Kommunikation ist also eine Mischung aus optischen und chemischen Signalen.
Wie pflanzt sich der Kohlweißling fort?
Nach der Paarung legt das Weibchen seine Eier bevorzugt auf Kohlgewächsen und anderen Pflanzen der Kreuzblütlerfamilie ab, da diese den jungen Raupen als Nahrung dienen. Die gelblichen Eier werden in kleinen Gruppen auf der Unterseite der Blätter abgelegt, was sie vor Fressfeinden etwas schützt.
Nach etwa einer Woche schlüpfen die Raupen, die sich sofort von den Blättern ernähren und dabei teilweise erheblichen Schaden an den Pflanzen anrichten können. Nach mehreren Häutungen verpuppen sich die Raupen. Nach einigen Wochen schlüpft der erwachsene Schmetterling, der bereit ist, den Fortpflanzungszyklus fortzusetzen. Der Kohlweißling kann in wärmeren Monaten bis zu drei Generationen pro Jahr hervorbringen, was ihn zu einem erfolgreichen Überlebenskünstler macht.
Feinde der Kohlweißlinge
Die Kohlweißlinge haben eine Vielzahl natürlicher Feinde, die ihnen im Laufe ihres Lebens gefährlich werden. Besonders die Raupen sind begehrte Beute für Vögel, wie Meisen, die sie als proteinreiche Nahrung nutzen. Wespen und parasitäre Insekten, wie die Schlupfwespen, spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle bei der Dezimierung der Kohlweißling-Population. Schlupfwespen legen ihre Eier in die Raupen des Kohlweißlings ab, und die Larven ernähren sich von innen heraus, bis die Raupe schließlich stirbt.
Auch Spinnen und größere Insekten wie räuberische Käfer stellen eine Bedrohung dar. Diese Feinde sind wichtige natürliche Regulatoren und helfen dabei, die Kohlweißlingsbestände in Schach zu halten, besonders in landwirtschaftlichen Gebieten, wo Kohl und andere Kreuzblütler angebaut werden und die Raupen als Schädlinge auftreten können.
Was frisst der Kohlweißling?
Der Kohlweißling, insbesondere in seiner Raupenform, ist bekannt für seine Vorliebe für Kohl- und andere Kreuzblütlerpflanzen, was ihm auch seinen Namen eingebracht hat. Die Raupen fressen bevorzugt an Kohlarten wie Weißkohl, Brokkoli und Raps, wobei sie manchmal in großer Zahl auftreten und erhebliche Schäden in Gärten und landwirtschaftlichen Anbauflächen anrichten können. Ihre kräftigen Kiefer ermöglichen es ihnen, die Blätter schnell zu zerkleinern.
Als ausgewachsene Schmetterlinge hingegen ernähren sich Kohlweißlinge hauptsächlich von Nektar, den sie aus Blüten saugen. Sie bevorzugen dabei Disteln, Löwenzahn und Rotklee, was sie gleichzeitig zu wichtigen Bestäubern macht.
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Fun Facts
- Wanderprofi: Kohlweißlinge können große Entfernungen zurücklegen. Es gibt Berichte von Kohlweißlingen, die über 1.000 Kilometer weit fliegen, um geeignete Nahrungsquellen und Nistplätze zu finden. Sie sind also wahre Langstreckenwanderer unter den Schmetterlingen!
- Könige der Tarnung: Wenn sie sich bedroht fühlen, können Kohlweißlingsraupen sich zusammenrollen und in eine unauffällige Position bringen, um weniger sichtbar zu sein. Manchmal sieht es aus, als würden sie einfach schlafen – aber in Wirklichkeit sind sie bereit, sich wie Ninjas zu verstecken!
- Kurzlebige Schönheit: Obwohl Kohlweißlinge wunderschöne Schmetterlinge sind, haben sie eine relativ kurze Lebensdauer. Viele erwachsene Kohlweißlinge leben nur wenige Wochen, was bedeutet, dass sie die Zeit, die sie haben, voll auskosten müssen!
Kann man einen Kohlweißling halten?
Einen Kohlweißling zu halten, ist zwar möglich, aber es erfordert ein gewisses Verständnis für seine natürlichen Bedürfnisse und Lebenszyklen. Der Kohlweißling durchläuft vier Entwicklungsstadien – Ei, Raupe, Puppe und Schmetterling – und jedes Stadium hat spezielle Anforderungen.
In der Raupenphase benötigen sie eine konstante Versorgung mit Kohl- oder anderen Kreuzblütlerblättern, da dies ihre Hauptnahrungsquelle ist. Es ist möglich, Raupen in einem Terrarium oder speziellen Raupenkäfig zu halten und ihre Entwicklung zu beobachten, was besonders für Kinder und Naturfreunde interessant ist.
Allerdings muss der Schmetterling nach dem Schlüpfen in die Freiheit entlassen werden, da er in der Natur umherfliegen und Nektar von Blüten sammeln muss, um zu überleben.
Sind Kohlweißlinge gefährdet?
Kohlweißlinge sind gegenwärtig nicht als gefährdet eingestuft, doch sie sehen sich einer Reihe von Herausforderungen gegenüber, die ihre Populationen beeinträchtigen können. Ihre Raupen sind bekannt dafür, große Schäden an Kohl- und anderen Kreuzblütlerpflanzen anzurichten, was sie in der Landwirtschaft zu unerwünschten Schädlingen macht. Der Einsatz von Pestiziden zur Bekämpfung dieser Schädlinge hat jedoch Auswirkungen auf ihre Bestände und die der anderen Schmetterlinge.
Zudem führt der Verlust von Lebensräumen durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die Zerschneidung von Lebensräumen dazu, dass Kohlweißlinge weniger Nist- und Futtermöglichkeiten finden. Während sie in vielen Regionen noch weit verbreitet sind, ist es wichtig, nachhaltige Landwirtschaftspraktiken zu fördern, um sicherzustellen, dass diese anpassungsfähigen Schmetterlinge auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen können.






